Freitag, 17. November 2017

„ Gott will in uns wohnen“ oder wie verhindere ich „ Burnout“

Kürzlich war ich beim Gesprächsforum „ Glauben und Leben“ und hörte den sehr interessanten Vortrag von Martin Grabe, einem Chefarzt der christlichen Klinik Hohe Mark über Burnout.
Als einen Punkt um Burnout vorzubeugen, nannte er den christlichen Glauben. Weil wir vor Gott nicht perfekt sein müssen. Weil er uns mit all unseren Schwächen und Unvollkommenheiten liebt. Wir nichts leisten, ihm nichts beweisen, keine Schuldgefühle haben müssen, weil wir so sind.
Herr Grabe erzählte auch, dass ungewöhnlich viele Lehrer, Menschen, die in Helferberufen arbeiten, aber auch viele Pfarrer und Pastoren an Burnout leiden.
Gott möchte dass wir anderen helfen, für sie da sind, unsere Arbeit gut erledigen. Aber er möchte auch, dass wir eine gesunde Balance zwischen Anspannung und Entspannung halten. Das wir nicht nur auf andere Acht geben, sondern auch auf uns. Nicht alles was getan werden muss auf der Welt, ist unsere Aufgabe. Wir machen es nur oft dazu. Gott kennt unsere Grenzen, wir oft nicht. Unser Innerstes ruft oft leise NEIN und wir sagen dennoch „ JA“. Wir putzen das Gemeindehaus, helfen beim Umzug eines Freundes, laden am Sonntag noch eine fünfköpfige Familie nach dem Gottesdienst zum Essen zu uns ein, geben im Beruf natürlich mehr als 120 %, hören uns die Sorgen unserer Freundin am Telefon an, gießen die Blumen der Nachbarin….
Alles wichtig und lobenswert aber: Wann nehmen wir uns Zeit „unsere innere Wohnung“ sauber zu halten ? Epheser 3 ,17: „ Ich bitte Gott das Christus durch den Glauben in uns lebt..“ Gott lebt in uns, in mir, in dir!
Fühlt er sich in dir wohl? Hast du deine innere Wohnung für ihn rein gehalten oder hattest du wegen all der vielen gut gemeinten Aktivitäten keine Zeit dazu?
Wenn Gott in uns wohnt, dann möchte ich, dass er sich in mir wohl fühlt. Dann sollte ich, nicht nur die Wohnung anderer, sondern in mir drin aufräumen. Das ich alle Gedanken und Gefühle herausschmeiße, die nicht zu Gott passen, in deren Nähe er sich nicht aufhalten will. Bitterkeit, Ärger, Wut, Neid, Feindschaft, Unfrieden, Unruhe…..
Dann möchte ich meine innere Wohnung füllen mit dem was Gott freut. Mit Dankbarkeit, Freude und Frieden.
Nehme dir, bei allen wichtigen Aufgaben um dich herum, auch Zeit für deine Beziehung zu Gott. Dazu hat Gott, bei Erschaffung der Welt, sogar einen eigenen Tag, den Sabbat geschaffen. Weil er weiß, dass wir auch Ruhe brauchen, für ihn, natürlich auch für uns selbst und unsere Familien.
Heidi

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