Mittwoch, 12. Juli 2017

Steine oder Liebe

Noch lebhaft sind mir die Bilder aus Hamburg vom G 20 Gipfel vor Augen. Nicht die, wo Politiker Hände schütteln und sich vor Kameras in Szene setzten, sondern die anderen Bilder. Wo schwarzgekleidete Vermummte mit Steinen und Molotow-Cocktails Polizisten angreifen, wo sie Schaufenster einschlagen und brennende Barrikaden errichten, als wären wir im Krieg. Diese Leute scheinen nicht zu begreifen, welches Glück wir haben, auf einem Kontinent, in einem Land zu leben, in dem Frieden herrscht. Natürlich geht es dann um die Frage der Schuld, wie konnte das nur passieren? - Ehrlich gesagt, ich frage mich das nicht. So sehr alle es auch immer glauben möchten, der Mensch ist nicht gut. Einer fängt an und im Schutz der Masse machen alle mit und verlieren dabei jedes Unrechtsbewusstsein. In der Gemeinschaft sind sie stark. In der Gemeinschaft können sie ganze Stadtteile verwüsten, Menschen verletzen und in den Ruin treiben. Sie hatten ihren Kampf und ihr Publikum.

Und wir? Wir Christen, wir als Gemeinde kämpfen auch einen Kampf, doch unsere Steine sind die Liebe, unsere Molotow-Cocktails sind Trost, unsere Barrikaden sind Gottes Worte und unsere Schlagkraft liegt in unserer Gemeinschaft. Diese Gemeinschaft ist wertvoll und wichtig, der Apostel Paulus fordert in seinen Briefen die ersten Christen immer wieder dazu auf. Denn wenn wir gemeinsam für eine Sache einstehen, dann kann Jesus durch uns etwas bewirken und dann können wir die Welt ein bisschen besser machen, trotz Steine-werfender Chaoten.

Claudia

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