Dienstag, 20. Juni 2017

Gegenwind

Die letzten Tage hatte es ziemlich starken Wind. Als ich spazieren gehe, bläst er mir auf der Höhe entgegen. Da ich im Moment nicht besonders fit bin, merke ich das und ich „kämpfe“ mich weiter. Denn ich weiß, da vorne werde ich die Richtung wechseln und wenn der Wind von hinten kommt, dann geht es viel leichter.

Manchmal bläst uns der Wind im Leben ganz schön entgegen und wir müssen kämpfen um voranzukommen oder um zumindest stehen zu bleiben und nicht umzufallen. Es gibt diese Zeiten, in denen nichts so läuft wie es soll (zumindest ist es gefühlt ´nichts`), in denen wir uns abstrampeln und keinen Schritt vorwärtskommen, in denen wir uns nicht vorstellen können, dass es jemals wieder anders wird. In denen wir einfach nicht verstehen, warum Gott das alles so macht, oder nicht macht.

Auch Josef hatte diese Zeit, als er an Sklavenhändler verkauft wurde und alles verlor. Seine Familie, seine Heimat, seine Stellung. Er war ein Nichts… Der Wind blies ihm ganz schön ins Gesicht. Und bestimmt hat er sich mehr als einmal gefragt, `Warum´ Doch er hielt an Gott fest, er vertraute und glaubte und dann änderte sich Josefs Leben. Plötzlich lief es wie von selbst. Aus dem Gegenwind war Rückenwind geworden (das passiert zweimal in Josefs Leben).

Und genauso, wie ich beim Laufen weiß, irgendwann habe ich Rückenwind, so darf ich das im Leben wissen. Gegenwind ist eine gute Sache, er animiert uns zum Kämpfen, er macht uns stark, er hilft uns durchzuhalten. Deshalb hält Gott nicht alle Stürme von uns fern. Denn er möchte genau das: dass wir wachsen, dass wir immer fester in unserem Vertrauen auf ihn werden. Und wenn wir mittendrin stecken, dann dürfen wir schon wissen: irgendwann, wenn wir durchhalten und weitermachen, wird der Wind wieder von hinten kommen.

Claudia

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