Dienstag, 19. Dezember 2017

Advent


Wie schön ist doch der Advent, voller Erwartungen, voller Vorbereitungen. Es beginnt die „staade Zeit“, die Zeit der Ruhe und der Besinnung, des Kerzenscheins und der Plätzchen. Alle freuen sich auf Weihnachten, warten sehnsüchtig auf dieses große Fest der Liebe......

Schön wärs, oder? Leider sieht die Realität anders aus. Heute am dritten Adventabend steht mein Adventskranz neben mir und noch immer sind nur zwei Kerzen angebrannt. Ich kam einfach nicht dazu die dritte anzuzünden. Vor zwei Tagen habe ich endlich meine Weihnachtskiste ausgepackt und die Lämpchen, Lichter, Tannenbäumchen und Sterne aufgestellt oder -gehängt. Wenn ich an den Heilig Abend, an Weihnachten denke, dann habe ich nur die lange Liste der unerledigten Dinge und unbesorgten Geschenke vor Augen. Die Arbeit verlangt mir gerade viel ab. Allein im Dezember mache ich Überstunden, mit denen ich fast zwei Wochen frei nehmen kann. Ich hetze durch meine Tage und von Besinnung und Ruhe keine Spur. Und ich weiß, es geht ganz vielen so. Wenn ich in die Straßen und Geschäfte sehe, dann erblicke ich gehetzte, gestresste Menschen. 

Doch so war das mit Weihnachten nicht gedacht. Wir alle sehnen uns nach Geborgenheit, nach Frieden. Die Lieder, die mir überall in den Ohren klingen, die Werbung sind voll davon. Wie wird Weihnachten ein noch schöneres, ein noch friedlicheres Fest. Wie sehr wünschen wir uns die Liebe, die die Welt an so vielen Stellen verloren hat. Kriege und Terror zeigen uns das täglich. Wir können uns die Welt für ein paar Tage schön und friedlich denken. Die Angst, den Unfrieden draußen lassen. Es wird uns wieder einholen. Jesus kam in genau so eine, in genau diese Welt um wirklich Liebe und Frieden zu bringen. Er kam, weil er jeden Menschen unendlich liebt. Und nur dann, wenn wir seine Liebe unsere Herzen verändern lassen, dann ist Weihnachten! Und das nicht nur an drei Tagen im Jahr!

Claudia

Sonntag, 3. Dezember 2017

500 Jahre Luther 

 

Kurz vor dem Reformationstag ergreift es mich doch. 500 Jahre Luther, ja schön, aber wer erzählt den Menschen was Jesus heute für sie bedeutet? Das kam mir vor persönlich im Lutherjahr zu kurz.

Dann schaue ich mir doch einen Lutherfilm am Vorabend des Reformationstages an. Es ist nicht der erste den ich sehe, aber der erste bei dem ich den unglaublichen Preis begreife, der für die Freiheit notwendig war, an Gott und nicht an die eine Kirche glauben zu dürfen. Frühmorgens die Bibel in meiner Sprache in die Hand nehmen zu können.

Freiheit von Unterdrückung, Leibeigenschaft, Frondiensten, Abgaben, Freiheit selbstbestimmt zu denken und zu leben. Für uns heute so selbstverständlich, in vielen anderen Ländern noch nicht.

Doch die Freiheit hatte ihren Preis. Tausende Tote bei den Bauernkriegen, Märtyrer, die so grausam gefoltert wurden, dass ich mir beim Fernsehen die Decke über den Kopf ziehe. Da war auch die Kirche mit ihren Methoden kein rühmliches Beispiel und Glaube war Zwang, nicht frei gewählt.

Mittelalter – ich bin froh und dankbar heute zu leben und nicht vor 500 Jahren geboren zu sein.

Ich muss an Jesus am Kreuz denken, auch er bezahlte einen hohen Preis – sein Leben gegeben für uns.

Hart erkämpfte Freiheiten und was machen wir daraus, dass wir glauben dürfen? Uns selbst eine Meinung bilden, lesen, informieren können? Die meisten Menschen in unserem Land einfach nichts… es ist ihnen egal. Gott ist ihnen egal. Obwohl der Preis der Freiheit über so viel Leid ging, teuer erkauft ist.

Ich denke nach, was mich diese hart erkämpfte Glaubensfreiheit kosten darf? Gevierteilt werde ich schon mal nicht - zum Glück. Lediglich ein paar Menschen, die es belächeln und nicht verstehen was ich da mache und glaube. Es kostet mich viel Zeit, auch Geld, Kraft auch, Mut manchmal, um Menschen von Gott zu erzählen, sie liebevoll zu begleiten und zu unterstützen, da zu sein wenn ich gebraucht werde. Luther zahlte einen hohen Preis, manch andere Reformer und Menschen auch, Jesus allen voran.

Darf es mich auch etwas kosten ( Zeit, Geld, Mühe…) um anderen Menschen von Gott zu erzählen? Ich sage JA und du? 

Heidi

Dienstag, 21. November 2017

Gedanken zu Paula


Nach der Begegnung mit Paula kann ich mich nicht mehr auf meinen Einkaufsbummel konzentrieren. Ich bin zu bewegt davon und viel zu überrascht von mir. Noch nie, wirklich noch nie bin ich in der Fußgängerzone stehengeblieben und habe einen der Menschen am Rand angesprochen. Ich merke, da steckt jemand anders dahinter. Ich habe die Predigt von Dominik Pfeifer noch im Ohr und ich bin sicher, dass sie einen großen Teil dazu beigetragen hat. Seine Worte davon, dass der Prophet zum Berg muss und nicht umgekehrt. Seine Worte davon, dass 90 Prozent der Menschen die Frage nach einem Gebet mit „Ja“ beantworten. Seine Worte darüber, sein Gegenüber beim Gebet anzusehen (fühlt sich komisch an!). Und für mich die absolut überraschende Erkenntnis, wie unglaublich leicht das alles ging. Nein, 3,80 € reichen wahrlich nicht aus um sich jetzt besonders gut fühlen zu können. Denn soviel kostete mich der Kaffee und die beiden Brötchen. Was ist das schon, verglichen zu meinem Reichtum?!

Ich freue mich über die Begegnung mit Paula, ich freue mich über meine Geschwister im christlichen Zentrum, die Paula aufnehmen. Am meisten staune ich über Jesus, wie hat er es geschafft eine eine lebenslange Gewohnheit zu durchbrechen? Wie hat er es geschafft durch mich Paula zu begegnen? Keine Ahnung, ehrlich. Doch Jesus will mich und dich überraschen, wenn wir uns ganz auf ihn einlassen. Wenn wir ihn wirken lassen und wenn wir als die unterwegs sind, als die er uns beauftragt hat. Als Brücke von Gott zu den Menschen!
Claudia

Montag, 20. November 2017

Paula*


Sie sitzt in der Fußgängerzone zwischen dem Drogeriemarkt und dem Buchladen.Unscheinbar, zusammengekauert lehnt sie an der Hauswand. Sie hat eine Decke über ihre Beine gelegt, gegen die Kälte. Sie fragt mich ob ich etwas Geld habe, aber ich gehe vorbei, wie so viele. „Auf Wiedersehen“ murmelt sie mir nach. Nach ein paar Schritten bleibe ich stehen und tue etwas, was ich noch nie getan habe: ich hole meinen Geldbeutel und krame einen Euro heraus, dann drehe ich mich um und drücke ihn der jungen Frau in die Hand. Und, ehrlich ich weiß nicht was über mich gekommen ist, ich frage: „Kann ich sonst noch was für sie tun?“. Ein überraschter Blick trifft den meinen, klare Augen sehen mich unsicher an, während sie zögernd den Kopf schüttelt.

„Ein Brötchen?“ - „Brötchen wäre toll..“ - „Vielleicht einen Kaffee?“ (ich übertreffe mich selbst) - „ich will ja keine Ansprüche stellen,“ erwidert sie leise.

Ich gehe zur nächsten Bäckerei, kaufe eine Brezel, ein Schokocroissant und einen Kaffee (sogar in groß). Das bringe ich zurück, und noch während ich unterwegs bin formt sich in mir eine Frage: „Warum sitzt sie in der Kälte hier draußen.“

Genau diese Frage stelle ich ihr, als ich wieder bei ihr angelangt bin. Sie ist über den Kaffee und die Brötchen so dankbar, ihre Augen leuchten. Ich frage sie nach ihrem Namen: „Hexe“ sagt sie und ich wundere mich. „Hexe?“. Ja den Namen habe sie seit sie 17 ist. Jetzt sitzt sie hier weil es eine schwere Zeit ist, aber sie will nicht sagen warum. Das ist okay. Ich frage ob ich für sie beten darf (die Worte von Dominik Pfeifer sind mir noch im Ohr). Sie sieht mich groß an und dann nickt sie, ich will schon anfangen, da sagt sie: „Paula, ich heiße Paula...“ Als würde sie merken, dass der Name Hexe nicht so recht in ein Gebet passt. Und dann das Erstaunliche. Sie kennt Christen, sie geht fast jeden Sonntag in das christliche Zentrum. Zum Abschied drückt sie mich und ich gebe ihr beide Hände. „Vielleicht sehen wir uns wieder!“ ruft sie mir hinterher und ich antworte: „Das würde mich freuen!“
*Name geändert
Claudia

Samstag, 18. November 2017

"David und das ganze Volk von Israel tanzten begeistert vor Gott; sie sangen und spielten auf Zithern, Harfen, Tamburinen, Zimbeln und Trompeten." (1. Chronik 13,8)

Das haben wir auch in unserer Worship Night der Freikirchen in Coburg...







Freitag, 17. November 2017

„ Gott will in uns wohnen“ oder wie verhindere ich „ Burnout“

Kürzlich war ich beim Gesprächsforum „ Glauben und Leben“ und hörte den sehr interessanten Vortrag von Martin Grabe, einem Chefarzt der christlichen Klinik Hohe Mark über Burnout.
Als einen Punkt um Burnout vorzubeugen, nannte er den christlichen Glauben. Weil wir vor Gott nicht perfekt sein müssen. Weil er uns mit all unseren Schwächen und Unvollkommenheiten liebt. Wir nichts leisten, ihm nichts beweisen, keine Schuldgefühle haben müssen, weil wir so sind.
Herr Grabe erzählte auch, dass ungewöhnlich viele Lehrer, Menschen, die in Helferberufen arbeiten, aber auch viele Pfarrer und Pastoren an Burnout leiden.
Gott möchte dass wir anderen helfen, für sie da sind, unsere Arbeit gut erledigen. Aber er möchte auch, dass wir eine gesunde Balance zwischen Anspannung und Entspannung halten. Das wir nicht nur auf andere Acht geben, sondern auch auf uns. Nicht alles was getan werden muss auf der Welt, ist unsere Aufgabe. Wir machen es nur oft dazu. Gott kennt unsere Grenzen, wir oft nicht. Unser Innerstes ruft oft leise NEIN und wir sagen dennoch „ JA“. Wir putzen das Gemeindehaus, helfen beim Umzug eines Freundes, laden am Sonntag noch eine fünfköpfige Familie nach dem Gottesdienst zum Essen zu uns ein, geben im Beruf natürlich mehr als 120 %, hören uns die Sorgen unserer Freundin am Telefon an, gießen die Blumen der Nachbarin….
Alles wichtig und lobenswert aber: Wann nehmen wir uns Zeit „unsere innere Wohnung“ sauber zu halten ? Epheser 3 ,17: „ Ich bitte Gott das Christus durch den Glauben in uns lebt..“ Gott lebt in uns, in mir, in dir!
Fühlt er sich in dir wohl? Hast du deine innere Wohnung für ihn rein gehalten oder hattest du wegen all der vielen gut gemeinten Aktivitäten keine Zeit dazu?
Wenn Gott in uns wohnt, dann möchte ich, dass er sich in mir wohl fühlt. Dann sollte ich, nicht nur die Wohnung anderer, sondern in mir drin aufräumen. Das ich alle Gedanken und Gefühle herausschmeiße, die nicht zu Gott passen, in deren Nähe er sich nicht aufhalten will. Bitterkeit, Ärger, Wut, Neid, Feindschaft, Unfrieden, Unruhe…..
Dann möchte ich meine innere Wohnung füllen mit dem was Gott freut. Mit Dankbarkeit, Freude und Frieden.
Nehme dir, bei allen wichtigen Aufgaben um dich herum, auch Zeit für deine Beziehung zu Gott. Dazu hat Gott, bei Erschaffung der Welt, sogar einen eigenen Tag, den Sabbat geschaffen. Weil er weiß, dass wir auch Ruhe brauchen, für ihn, natürlich auch für uns selbst und unsere Familien.
Heidi

Dienstag, 14. November 2017

Kleinigkeiten


Ich habe schon dreihundert Kilometer hinter mir und noch liegen rund hundertfünfzig vor mir. Die Dunkelheit hat sich über die Straßen gesenkt und es ist nicht viel Verkehr. Gerade so mag ich Autofahren, Wenn da nicht diese ständigen Geschwindigkeitsbegrenzungen wären. Schon wieder: erst 120, dann 100 und schließlich 80. 80!!! Auf der Autobahn, wer denkt sich denn so was aus! Ehrlich, was kann denn schon so gefährlich sein, vielleicht die drei Verkehrsbarken, die ab und zu am Rand stehen... Mein Verständnis hält sich in Grenzen. Auch jetzt, wo vor mir der Tunnel auftaucht. Vor dem Tunnel das elektronische Wechselverkehrszeichen (so die offizielle Bezeichnung, hat mit fünf Minuten googeln gekostet). Irgendetwas steht darauf, aber ich kann es, trotz Brille, erst lesen als ich fast drunter durch bin.

"Schöne Woche"

prangt in großen Leuchtlettern darauf. Schöne Woche...ein Lächeln breitet sich über meinem Gesicht aus und lässt mich die ärgerliche Geschwindigkeitsbegrenzung vergessen. Jemand, der dieses Wechselverkehrszeichen programmiert hat, saß davor, sah wohl die tausenden gestressten Autofahrer vor sich und tippte `schöne Woche´ in seinen Computer. Eine Kleinigkeit, aber wie vielen genervten Zeitgenossen geht es wohl wie mir und diese zwei Worte zaubern ein Lächeln hervor.
Manchmal sind es einfach nur die Kleinigkeiten, die uns unseren Alltag versüßen. Auf diese Kleinigkeiten können wir achten, denn manchmal gehen sie im Stress und in der Hektik unter. Wir nehmen sich gar nicht wahr. Achtsamkeit ist das neue Zauberwort. Achtsam durch den Tag gehen, die kleinen schönen Dinge, die der Vater im Himmel für uns bereit hält, zu sehen und zu bestaunen. 
Das kann das freundliche Lächeln der Kassiererin sein, der Kollege, der mir die Türe aufhält, der große runde Vollmond, der sich alle Mühe gibt so hell wie die Sonne zu scheinen, was ihm aber nicht so recht gelingt. Es kann ein `Dankeschön´ sein, oder eine Blume an einer unerwarteten Stelle, ein Brief, eine Whats App...Es gibt so viele kleine Dinge. Ich übersehe sie oft und dann muss Gott mir eben in großen Leuchtbuchstaben mir etwas vor Augen malen. Mein Vater wünscht mir und Dir eine schöne Woche. Doch achte nicht nur auf die Kleinigkeiten, die für dich sind, sondern fange auch an, selbst so ein Lichtblick für andere zu sein. Ein Lächeln, eine helfende Hand, eine Karte. Nichts Großes, nicht Teures aber etwas, das von Herzen kommt. 

In diesem Sinne Euch eine

Schöne Woche


Claudia

Mittwoch, 25. Oktober 2017



Tierische Antwort oder bei Heidi piept es auch


Keck schaut die kleine Blaumeise, an der Dachrinne turnend, kopfüber zu mir ins Fenster meines Wohnzimmers. Kopfweh geschwächt sitze ich auf dem Sofa und denke nach. Über gestern, über morgen, über dies und das. Meine Gedanken kreisen, während die Meise um das Fenster kreist. Immer wieder fliegt sie hin und her und schaut herein als wollte sie sagen: Du hast´s gut, sitzt da so rum und ich habe den ganzen Tag zu tun. Muss mir den Regenwurm mit harter Arbeit aus der Erde ziehen und nicht wie du, bequem bei Edeka einkaufen gehen. Piep!

Ich muss an Matthäus 6 Vers 24 denken „ Seht hin auf die Vögel des Himmels, das sie weder säen noch ernten noch in Scheunen sammeln und euer himmlischer Vater ernährt sie“. Eine „ tierische“ Antwort auf meine Gedanken.

„ Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat. Lasst uns jubeln und fröhlich sein“ ( Psalm 118/24) schrieb ich erst kürzlich in mein Gebetstagebuch.

Gott möchte dass wir Heute genießen. Heute ist der Tag, um den wir uns kümmern sollen. Den Großteil unserer Gedanken, gerade die sorgenvollen, drehen sich aber um gestern oder gar überüberübermorgen.

Ich suche nach Lösungen für Probleme, die gar nicht dran sind. Wäge innerlich Entscheidungen ab, die sich so nicht stellen werden, meine Gedanken kreisen um Dinge, die so nicht sind und so wahrscheinlich nie geschehen werden. Zeitverschwendung!

Dabei vergesse ich dankbar zu sein wie gut es mir heute geht und mich über mein sorgenfreies Leben heute zu freuen.

Heute soll ich fröhlich sein. Heute dankbar. Heute mein Bestes geben. Heute mich für die Ausbreitung von Gottes Wort einsetzen. Heute nett zu meinen Mitmenschen sein. Heute Gott preisen und loben. Heute Zeit mit ihm verbringen…

Die Meise hat Recht. Morgen interessiert mich heute mal nicht. Übermorgen auch nicht. Ich stehe auf, die Kopfweh sind weg – Halleluja. Ich backe Brot, für heute – weil ich mich daran freue und ich keine Regenwürmer zum Abendessen mag.😊

Heidi

Sonntag, 30. Juli 2017

Bei dir piept's wohl - Teil 2

Piep...... piep...... piep...... macht mein Auto. Das macht es immer, wenn ich mich beim vorwärts oder rückwärts Ein- oder Ausparken einem Hindernis nähere. Erst langsam: piep...... piep......, dann schneller: piep... piep... und am Ende piiiiiiiiiieeeeeeeep, der Dauerton. Jetzt ist aber Schluss sagt mir mein Auto damit, höchste Zeit anzuhalten.

Den Rest kennt ihr ja, ich wiederhole mich. Doch noch etwas ist mir bei meinem Missgeschick klargeworden: wie oft schickt mir Gott kleine Warnsignale, die mir sagen sollen: „mach mal langsam, halt mal an, es wäre Zeit für einen Richtungswechsel.“

Doch in der Hektik meines Alltags bin ich Meister darin, diese Warnsignale zu überhören. Dann werden sie etwas lauter, aber auch mein Alltag ist laut und es gibt so viel, auf dass ich hören und achten muss. Schließlich schickt Gott mir den Dauerton, doch weil ich mit meinen Gedanken ganz woanders bin und nur noch im Hinterkopf oder im Unterbewusstsein Platz für ihn habe, überhöre ich auch den, solange bis es kracht. Und dann habe ich den Salat. Weil ich selber alles schaffen und machen will, weil ich ja selber alles kann und Jesus außen vor lasse. Doch das geht nur allzu oft schief.

Claudia

Dienstag, 25. Juli 2017

Bei dir piept's wohl - Teil 1

Piep...... piep...... piep...... macht mein Auto. Das macht es immer, wenn ich mich beim vorwärts oder rückwärts Ein- oder Ausparken einem Hindernis nähere. Erst langsam: piep...... piep......, dann schneller: piep… piep... und am Ende piiiiiiiiiieeeeeeeep…, der Dauerton. Jetzt ist aber Schluss, sagt mir mein Auto damit, höchste Zeit anzuhalten.

So auch letzte Woche, den Kopf voll, mit meinen Gedanken nach meinem Arbeitstag und einem Telefonat ganz woanders, setze ich mich ins Auto und parke aus. Bei besagtem Dauerton schießt mir kurz der Gedanke durch den Kopf, ob das wohl was zu bedeuten hätte und ich vielleicht jetzt besser mal anhalten sollte… Ich komme zum Stehen, allerdings nicht ganz freiwillig. Ein anderes Auto hat maßgeblich dazu beigetragen. Das war nämlich der eigentliche Grund für das Piepsen. Schlagartig bin ich mit meinen Gedanken wieder im hier uns jetzt. Was dann folgt, kennen die, denen das schon passiert ist.
Wie es dann mir geht, entlädt sich auf der Heimfahrt. „IMMER ICH…IMMER!!! So ein Sch…! Was soll das denn?“ Ich bin stinksauer auf alles und auf Gott. Mir reicht’s… und mitten in meinen wütenden Gedanken ertönt ein „Stopp“. Klar und deutlich. Natürlich ist das jetzt eine blöde Sache, aber an meinem Auto ist kaum sichtbarer Schaden entstanden, ich habe eine Autoversicherung, mir und auch niemand anderem ist irgendetwas passiert. Ich kann mich jetzt weiter reinsteigern in die ganze Angelegenheit oder ich kann runterkommen von meiner Palme und Gott dankbar sein. Solche Unfälle passieren zu tausenden jeden Tag. Ich beschließe runterzukommen und als ich auf der Autobahn einen schweren Unfall sehe, mit Rettungswagen und Totalschaden, da danke ich Gott wirklich von Herzen.

Es war und ist meine Entscheidung, was ich aus so einer Situation mache. Ich bin gut im Reinsteigern und Dramatisieren. Doch Jesus steht neben mir und sagt mir "Stopp! Komm mal wieder runter, ich habe alles in der Hand, ich liebe dich und ich will nur das Beste, vertrau mir."
Wie wirst du dich entscheiden?



Claudia

Mittwoch, 12. Juli 2017

Steine oder Liebe

Noch lebhaft sind mir die Bilder aus Hamburg vom G 20 Gipfel vor Augen. Nicht die, wo Politiker Hände schütteln und sich vor Kameras in Szene setzten, sondern die anderen Bilder. Wo schwarzgekleidete Vermummte mit Steinen und Molotow-Cocktails Polizisten angreifen, wo sie Schaufenster einschlagen und brennende Barrikaden errichten, als wären wir im Krieg. Diese Leute scheinen nicht zu begreifen, welches Glück wir haben, auf einem Kontinent, in einem Land zu leben, in dem Frieden herrscht. Natürlich geht es dann um die Frage der Schuld, wie konnte das nur passieren? - Ehrlich gesagt, ich frage mich das nicht. So sehr alle es auch immer glauben möchten, der Mensch ist nicht gut. Einer fängt an und im Schutz der Masse machen alle mit und verlieren dabei jedes Unrechtsbewusstsein. In der Gemeinschaft sind sie stark. In der Gemeinschaft können sie ganze Stadtteile verwüsten, Menschen verletzen und in den Ruin treiben. Sie hatten ihren Kampf und ihr Publikum.

Und wir? Wir Christen, wir als Gemeinde kämpfen auch einen Kampf, doch unsere Steine sind die Liebe, unsere Molotow-Cocktails sind Trost, unsere Barrikaden sind Gottes Worte und unsere Schlagkraft liegt in unserer Gemeinschaft. Diese Gemeinschaft ist wertvoll und wichtig, der Apostel Paulus fordert in seinen Briefen die ersten Christen immer wieder dazu auf. Denn wenn wir gemeinsam für eine Sache einstehen, dann kann Jesus durch uns etwas bewirken und dann können wir die Welt ein bisschen besser machen, trotz Steine-werfender Chaoten.

Claudia

Samstag, 8. Juli 2017

Das ist mir zu viel

Ich habe meine erste Arbeitswoche fast hinter mir, nach acht Wochen Verletzung. Ich gehe gerne wieder zur Arbeit, aber das bedeutet auch mehr Termine, mehr Organisation und die liegt mir nicht so. Und dann kommt am Wochenende auch noch Frauenfreizeit. Da muss ich hin und mir ist so gar nicht danach. Es ist mir zu viel in dieser Woche. Ich muss dafür noch einiges vorbereiten und ich habe ein ungutes Gefühl was meinen Jüngsten angeht. Kann ich ihn alleine lassen? Wenn plötzlich alle abgesagt hätten, wenn die Frauenfreizeit nicht stattgefunden hätte, ich wäre die erste gewesen, die wirklich froh gewesen wäre. …wäre, hätte… Dem war aber nicht so, also machen wir uns am Freitagnachmittag auf den Weg.

Und als wir am Sonntag zurückfuhren? Da war ich einfach nur froh und dankbar, dass ich dort war. Es war eine gesegnete, reiche Zeit. Eine Auszeit mitten im Alltag, ein Kurzurlaub. Wir wurden wunderbar bekocht, was für viele Frauen allein schon Urlaubsfeeling macht. Wir hatten gute Gemeinschaft, konnten uns besser kennenlernen oder aber bekamen einfach ein Update darüber, wie es den anderen Frauen gerade so ging. Für knapp zwei Tage waren Alltag und Arbeit vergessen. Und natürlich haben wir uns über Gott und die Welt (im wahrsten Sinne des Wortes) unterhalten. Es ging um Enttäuschungen und die betrifft uns als Mensch, aber auch als Christ.

Manchmal packt Gott auf mein ´zu viel` noch was drauf und ich muss erstaunt (wundert es mich tatsächlich immer noch? Anscheinend bin ich etwas schwer von Begriff!) feststellen, dass daraus ein: ´war das schön` wird.

Bis zum nächsten Mal!

Claudia

Freitag, 30. Juni 2017

Weiter geht's am Bau mit Hand- und Maschinenkraft an den Außenanlagen. Hier entsteht das Fundament für die Garagen.







Mittwoch, 28. Juni 2017

So ein Tag...

Heute ist so ein Tag… genau so ein Tag, an dem ich morgens beim Aufstehen schon müde bin und am liebsten wieder ins Bett gehen würde. Dabei habe ich so einiges auf meiner To-do-Liste stehen, das abgearbeitet werden muss. Das sind Dinge, die ich wirklich nicht verschieben kann. Also raffe ich mich auf und ´wurschtle` mich durch meine Liste. Es klappt alles erstaunlich gut. Dennoch fällt es mir schwer, an einer Sache dranzubleiben und meinem Tag so etwas wie Struktur zu geben. Die Termine, die ich heute noch vor mir habe, inklusive Arbeit, auf die ich mich seit 8 Wochen freue, stehen eher wie ein Berg vor mir.

Diese Tage gibt es und ich habe kein Rezept dafür, wie sich das ändert. Meine Herausforderung ist, auch aus so einem Tag einen guten Tag zu machen. Das gelingt dann, wenn ich Jesus mit in meinen Tag nehme. Und er will mir an diesem Tag die Kraft geben, die ich brauche, er wird mir die Aufgaben zeigen, die zu tun sind und er wird mir zeigen, was ich auch einfach heute liegen lassen kann. Ich brauche kein schlechtes Gewissen zu haben, denn Jesus definiert mich nicht darüber, was ich alles schaffe und tue. Für Jesus ist allein wichtig, wo mein Herz ist. Wenn es nicht bei ihm ist, kann ich mich abrackern und tun und es kommt nicht viel dabei heraus. Wenn ich mein Herz bei ihm habe, dann kann ich auf dem Sofa sitzen und Tee trinken und es wird ein guter Tag daraus.

„Na dann, ich habe zwar keine Lust, Herr, aber ich weiß, ich muss jetzt zur Post, um die wichtigen Briefe aufzugeben 🙂“

Claudia

Dienstag, 20. Juni 2017

Gegenwind

Die letzten Tage hatte es ziemlich starken Wind. Als ich spazieren gehe, bläst er mir auf der Höhe entgegen. Da ich im Moment nicht besonders fit bin, merke ich das und ich „kämpfe“ mich weiter. Denn ich weiß, da vorne werde ich die Richtung wechseln und wenn der Wind von hinten kommt, dann geht es viel leichter.

Manchmal bläst uns der Wind im Leben ganz schön entgegen und wir müssen kämpfen um voranzukommen oder um zumindest stehen zu bleiben und nicht umzufallen. Es gibt diese Zeiten, in denen nichts so läuft wie es soll (zumindest ist es gefühlt ´nichts`), in denen wir uns abstrampeln und keinen Schritt vorwärtskommen, in denen wir uns nicht vorstellen können, dass es jemals wieder anders wird. In denen wir einfach nicht verstehen, warum Gott das alles so macht, oder nicht macht.

Auch Josef hatte diese Zeit, als er an Sklavenhändler verkauft wurde und alles verlor. Seine Familie, seine Heimat, seine Stellung. Er war ein Nichts… Der Wind blies ihm ganz schön ins Gesicht. Und bestimmt hat er sich mehr als einmal gefragt, `Warum´ Doch er hielt an Gott fest, er vertraute und glaubte und dann änderte sich Josefs Leben. Plötzlich lief es wie von selbst. Aus dem Gegenwind war Rückenwind geworden (das passiert zweimal in Josefs Leben).

Und genauso, wie ich beim Laufen weiß, irgendwann habe ich Rückenwind, so darf ich das im Leben wissen. Gegenwind ist eine gute Sache, er animiert uns zum Kämpfen, er macht uns stark, er hilft uns durchzuhalten. Deshalb hält Gott nicht alle Stürme von uns fern. Denn er möchte genau das: dass wir wachsen, dass wir immer fester in unserem Vertrauen auf ihn werden. Und wenn wir mittendrin stecken, dann dürfen wir schon wissen: irgendwann, wenn wir durchhalten und weitermachen, wird der Wind wieder von hinten kommen.

Claudia

Montag, 12. Juni 2017

Tankstelle oder Dankstelle?

Franken… Die Franken sind ein seltsames Völkchen. Man könnte sie glatt für verweichlicht halten ob der Tatsache, dass ihnen die harten deutschen Konsonanten wie ´k`, ´t` und ´p` nicht über die Lippen kommen wollen. Sie bleiben beim ´g`, ´d`, und ´b` und dem ungeübten Zuhörer erscheinen manche Fragezeichen. So auch mir, die ich jetzt doch schon so viele Jahre hier wohne. Geht es in der Predigt nun um die „Tankstelle“? Oder ist es eine geniale Wortneuschöpfung des Predigers, nämlich die „Dankstelle“?

Und schon hänge ich meinen eigenen Gedanken nach: Ja bei Jesus kann ich auftanken, wenn ich nicht mehr kann, wenn ich kraft- und mutlos bin, dann will er mir Kraft, Mut und Alles sein. Ich kann, egal was ist, zu ihm kommen. Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken (die Bibel, Matthäus 11,28). Er ist die Tankstelle, die rund um die Uhr geöffnet hat und auf dem Preisaushang steht:

Trost – kostenlos
Mut – kostenlos
Kraft – kostenlos
Liebe – kostenlos

Doch gleichzeitig ist Jesus eben auch „Dankstelle“. Derjenige, bei dem ich mich für Alles bedanken kann und sogar soll. Sagt Gott Dank immer und für Alles (auch die Bibel, Epheser 5,20). Egal was, wie und wann etwas passiert, wir dürfen Gott dafür danken, weil er es immer gut meint. Manchmal fühlt sich das nicht so an, glaubt mir, ich weiß wovon ich rede. Doch wie in Franken „Tank- und Dankstelle“ das gleiche Wort sind, so gehören sie auch bei Gott untrennbar zusammen. Denn der Dank zeigt mir wieder, Gott macht keinen Fehler, er hat sich nicht vertan, er meint es 100%ig gut mit mir!

Claudia

Sonntag, 11. Juni 2017

Zwei Super-Frauen


Aber die Hebammen fürchteten Gott und taten nicht, wie der König von Ägypten ihnen gesagt hatte, sondern ließen die Kinder leben. Darum tat Gott den Hebammen Gutes. Und das Volk mehrte sich und wurde sehr stark.
2.Mose 1,17.20

Mich imponieren diese beiden Frauen. Hut ab, vor ihnen. Dazu gehört eine große Portion Mut. Der mächtige Pharao saß ihnen im Nacken. Sein Befehl war klar: als hebräische Hebammen sollten sie alle hebräischen Jungen nach der Geburt sofort töten. Pharao hatte Angst vor dem immer größer werdenden Volk Israel und wollte so Abhilfe schaffen. Doch sein Plan ging nicht auf. Die Hebammen machten nicht mit. Sie fürchteten Gott mehr als den Pharao. Sie setzten lieber ihr eigenes Leben aufs Spiel, als das der Neugeborenen. Ein Hoch auf die Frauen und auf ihren Glauben an Gott. Zum Andenken an sie werden sogar ihre Namen in der Bibel erwähnt und der Nachwelt erhalten – zum Ansporn für alle folgenden Generationen. Schifra und Pua hießen sie!
Und wenn wir wegen irgendwelchen kleinen Nachteilen versucht sind Gottes Wahrheit unter den Teppich zu kehren, sollten wir bitte an diese beiden Frauen denken. Oft ist es gut, der Mehrheit oder Obrigkeit zu folgen. Wenn uns aber befohlen wird, gegen Gottes Wort zu verstoßen, sollten wir „Gott mehr gehorchen, als den Menschen“ (Apostelgeschichte 5,29). Und wir werden hier ja auch an das Thema Abtreibung erinnert. Allein in Deutschland werden in dem natürlicherweise sichersten Ort der Welt, im Bauch der Mutter, jährlich mehr als hunderttausend Leben ausgelöscht. Weltweit beläuft sich die Zahl der Tötungen auf ca. vierzig Millionen Abtreibungen jährlich. Wirklich eine Bilanz des Schreckens.
Aber berührt uns das überhaupt noch? Ich gebe zu – kaum... Ich habe mich, wie so viele, daran gewöhnt und damit abgefunden. Aber Gott nicht! Er ist ein Liebhaber des Lebens. Es bricht ihm das Herz, was wir Menschen auf seinem Planeten da treiben. Er sucht Frauen und Männer, die für das Leben eintreten und das Wort erheben für die Ungeborenen.                                         
In Sprüche 31,8 lesen wir: „Tu deinen Mund auf für die Stummen und für die Sache aller, die verlassen sind.“
Und wenn auch nicht alle Beteiligten Beifall klatschen, -Gott wird sich darüber freuen.
 Und ich bin gewiss, dass ich dann erfahre, was die Hebammen erlebten. Was steht da noch gleich: „Darum tat Gott den Hebammen Gutes.“ (Vers 20)


Mit lieben Grüßen,
Werner Kröger

Dienstag, 6. Juni 2017

Ein Päckchen

Stell Dir einmal vor, du packst Deine geheimsten Wünsche, Gedanken und Pläne zusammen in ein Päckchen. Wem würdest du dieses Päckchen überreichen. Wer wäre in Deinen Augen geeignet, so ein Päckchen nicht nur zu verwahren sondern auch auszupacken und somit Teil Deiner Gedanken, Wünsche und Pläne zu werden? Das müsstest Du Dir, und ich genauso, doch ziemlich genau überlegen, oder? Ich zumindest wüsste nicht viele Menschen in meiner Umgebung, denen ich das anvertrauen würde.

Gott macht das Gleiche: er packt seine tiefsten Wünsche, seine geheimsten Gedanken, seine Pläne in ein Päckchen und übereicht es…. MIR. Er nennt es seinen heiligen Geist, den Tröster.

Den hat Jesus schon seinen Jüngern versprochen, am Tag seiner Himmelfahrt. Der Heilige Geist ist dieses Päckchen, das ihnen Einblick und Verstehen schenken wird, das ihnen zeigen wird, sie sind Gottes geliebte Kinder. Es ist Gottes Geburtstagspäckchen an dich, das er für den Tag bereithält, an dem du dich dafür entscheidest, ein Leben mit ihm zu leben. Dann bekommst Du das Päckchen, in dem seine Wünsche, Gedanken und Pläne sind. Es ist ein Päckchen, das man nach und nach öffnet und immer wieder kommt Neues zum Vorschein. Wir werden wohl nicht alles verstehen und begreifen was darin ist, doch Stück für Stück werden wir Gott immer besser kennenlernen, immer mehr seine Geheimnisse verstehen. Wenn wir dieses Päckchen haben, dann wissen wir: Wir sind Gottes geliebte Kinder mit einer Wohnung in der Ewigkeit.

Claudia

Dienstag, 30. Mai 2017

Schön oder hässlich?

In einer atemberaubenden Anzahl und Vielfalt hat Gott die Tiere der Erde geschaffen. Noch immer kennen wir Menschen nicht alle davon. Da gibt es Elefanten in ihrer beeindruckenden Größe, die majestätischen Tiger, die putzigen Eichhörnchen… und es gibt Nacktmulle. Ein Nacktmull lebt unter der Erde, ist ein Nagetier, hat aber kein Fell und große hervorstehende Vorderzähne. Googelt man nach `hässlichen Tieren´, dann taucht der Nacktmull auf (unter anderem). Ich wundere mich: was hat Gott sich dabei gedacht, es gibt sie ja noch in viel größerer Anzahl, die schrägen, unansehnlichen, grausigen Geschöpfe. Hat er sich gedacht: „So, jetzt schaffe ich mal was richtig Hässliches!“

Nein, bei Gott gibt es kein Hässlich und kein Schön, es gibt nur `gut´. Das was er geschaffen hat, gedeihen und sich entwickeln ließ, das bekam das Urteil GUT. Er hat es gut gemacht, er hat es mit viel Liebe geschaffen und erhält es mit genauso viel Liebe am Leben. Das gilt auch für uns Menschen. In Gottes Augen sind die Schönen nicht schön, die Unscheinbaren nicht unscheinbar, die Entstellten nicht entstellt. Jeder ist in seinen Augen geliebt, wertvoll und `gut´. Ist das nicht eine wunderbare Vorstellung, gerade für die, die sich hässlich fühlen, die vielleicht durch einen Unfall, eine Behinderung in Menschenaugen entstellt sind. Für Gott sind wir alle gut gelungen. So sieht es aus, wenn es um unser Äußeres geht.

Der bayerische Arzt und Liedermacher Georg Ringsgwandl sang einmal:
„Schönheit ist nicht absolut, es kommt drauf an, wie man hinschaut,
der eine liebt abgöttisch, wovor dem Andern nur graut“
Doch das gilt nicht für Gott. Gott hat alles gemacht, und weil er keine Fehler macht ist alles, und gerade du, sehr gut geworden.

Claudia

Montag, 22. Mai 2017

Angekommen

Seit fast drei Monaten sind wir nun in unserem neuen Gemeindehaus und letztes Wochenende war große Einweihungsfeier. Viele Menschen haben sich unser Gebäude angeschaut, es bewundert und bestaunt, haben in der Bücherecke gestöbert, Kuchen oder Bratwurst gegessen und Fragen gestellt. Ja, es ist einfach toll geworden und wir dürfen dankbar sein. Unser Haus ist bereits mit Leben erfüllt. Kinder, Jugendliche, Männer und Frauen, Alt und Jung kommen zusammen. Doch es ist noch Platz für mehr, für viel mehr! Bist du angekommen? Hast du deinen Platz gefunden, und damit meine ich nicht den Stuhl, auf dem du im Gottesdienst sitzt? Für mich ist dieses Gemeindehaus schon neue Heimat. Ich vermisse das Alte nicht.

„Wer seine Hand an den Pflug legt und schaut zurück, der ist nicht gemacht für das Reich Gottes!“ so sagt es Jesus einmal. Ja, wir dürfen die schönen Erinnerungen mitnehmen, auf jeden Fall. Doch wir dürfen jetzt nach vorne schauen, die Ärmel hochkrempeln zur Arbeit und unsere Stimme ölen zum Gebet. Gott hat was Großartiges mit dem Haus und uns vor, packen wir´s an!

Claudia

Freitag, 12. Mai 2017

Alles hat seine Zeit und sein Ende. So auch der Schillerplatz, der über 90 Jahre für uns als Gemeinde die "Heimat" war. Aber ein Gebäude ist nur eine Hülle, das Leben steckt innendrin. Gott hat uns einen neuen Ort auf der Bertelsdorfer Höhe geschenkt, wo das Leben weitergeht!





Dienstag, 9. Mai 2017

Worship-Night

Am Freitag den 5. Mai fand wieder eine Worship-Night in ansprechendem Ambiente in den Räumen der EFG Coburg statt. Zusammen mit anderen freikirchlichen Gemeinde in Coburg treffen wir uns zum Lobpreis. Für den geistlichen Impuls gab es eine Andach über Einheit und die Basis, die wir durch Jesus Christus haben. Im Anschluss gab es einige Leckereien und einen regen Austausch. Schön, dass es immer wieder Leute gibt die hier anpacken!



Freitag, 10. März 2017

Alles neu?

Als wir um 9.45 Uhr am Sonntag in die Gemeinde kommen, ist das Foyer bereits proppenvoll. Wir müssen schauen, dass wir noch einen Platz an der Garderobe ergattern. Wie wir später erfahren, haben wir die Kindergarderobe belegt. Das nächste Mal werde ich darauf achten. Auch der Saal ist voll und ich tue mir schwer, einen Platz zu finden. Das liegt nicht nur daran, dass schon so viele Leute da sitzen, sondern auch daran, dass alles so neu und ungewohnt ist. Es gibt noch keine „Stammplätze“, noch keine „Stammsitzreihe“, noch keine „Stammregion“, in die ich mich setzen kann oder in denen ich alte Bekannte antreffen kann. Der erste Gottesdienst im neuen Gemeindehaus ist ein bewegendes Erlebnis, das Zusammenkommen danach ebenfalls. So viel Platz, so toll eingerichtet und das alles soll jetzt unsere Gemeinde sein? Ein bisschen Ungläubigkeit mischt sich darunter. So lange haben wir darauf hingearbeitet, haben gebetet, geplant, manches wurde verworfen, manches hat sich zerschlagen und nun stehe ich hier…

Wo ist mein Platz hier, gibt es einen Platz für mich überhaupt an diesem neuen Ort? Dieser Gedanke beschleicht mich, es ist alles so fremd… Plötzlich vermisse ich das Vertraute. Doch diesen Gedanken habe ich nur kurz, denn dann kommt die Gewissheit: das ist meine Gemeinde. Die Menschen sind dieselben, die Aufgaben sind die Gleichen, vielleicht werden neue dazukommen. Doch im Moment ist mein Platz da wo er auch vorher war. Und es liegt an mir, dieses neue Gebäude zu meiner neuen Heimat zu machen.

Geht es Dir genauso? Fühlst Du Dich fremd und kennst Deinen Platz nicht? Es ist Deine Gemeinde, Du gehörst dahin und es liegt an Dir, in diesem neuen Haus heimisch zu werden. Wir haben alle unseren Anteil daran, so hoffe ich doch. Egal ob du dafür gebetet hast, dafür Geld gibst, Kaffee gekocht hast oder geputzt hast, dieses Haus ist Deines, genauso wie das derjenigen, die im Bauausschuss waren, die im Vorstand sind. Freue Dich einfach darüber und lass Dir von Gott zeigen, was du hier tun kannst!

Claudia

Sonntag, 19. Februar 2017

Neu

Die ersten Kisten sind gepackt und im neuen Gemeindehaus angekommen. Es ist wunderschön geworden und ich freue mich, wenn dieses Haus in ein paar Wochen mit Leben erfüllt sein wird. Doch zuvor war es notwendig, das alte Haus zu verlassen, Vertrautes loszulassen, manches sogar auf den Müll zu werfen. Beim Kisten packen stand ich oft vor der Frage: Wird das im neuen Haus noch gebraucht? Manche Überraschung wartete da in Ecken und Winkeln, in denen sich die letzte Spinne schon vor Jahren aus dem Staub gemacht hatte.
Gott freut sich sicher mit uns über das neue Haus und die neuen Gäste, die jetzt (ihren) Platz bei uns finden.

Aber auch wir, du und ich, sollen neu werden. Was ist damit gemeint?
Die Jahreslosung 2017 sagt uns, dass Gott uns ein neues Herz schenken will. Dazu müssen auch wir innerlich aufräumen, loslassen, weg werfen, was zu einem erneuerten Menschen nicht mehr passt. Ungeduld, Sorgen machen, Zorn, mangendes Vertrauen, Ängste, Egoismus … - Lebensmüll, den wir in unserem schweren Rucksack mit uns herumschleppen und uns wundern, warum unser Leben manchmal nicht so gut gelingt oder anstrengend ist.

Sollten wir nicht auch dann und wann „Inventur“ machen und prüfen, ob wir dieses neue Herz und den neuen Geist haben? Ob wir so leben, wie es Gott gefällt? Natürlich können wir den „alten Menschen“ mit seinen Gedanken, seinem über Jahre geprägten Verhalten, nicht ablegen wie ein altes Kleid und uns im Laden ein neues kaufen. Gott sagt, wir können neu werden und er wünscht sich das sogar - also ist es uns möglich, uns zu verändern. Nach und nach. Gott kennt uns und hat Geduld mit uns.

So wie unser neues Gemeindehaus auch nicht über Nacht gebaut wurde, sondern Tag für Tag in mühevoller Arbeit von Handwerkern und vielen fleißigen Helfern entstanden ist, so erneuert Gott auch uns liebevoll, weise und geduldig. Den perfekten Plan für dich und mich hat er schon.

„Zieht den neuen Menschen an, der nach dem Bild Gottes geschaffen ist…“ ( Eph.4,23)

P.S. Einen herzlichen Dank an alle, insbesondere an den unermüdlichen Bauausschuss und das Kreativteam und alle fleißigen Helfer für dieses schöne neue Gemeindehaus.:-)

Heidi

Sonntag, 5. Februar 2017

DIe Nase voll

Das ist ein bekannter Ausspruch.Ich weiß nicht wer von Euch ihn schon mal benutzt hat. Ich des Öfteren. Meine Kinder bekommen ihn zu hören, wenn mal wieder das Zimmer nicht aufgeräumt ist, die Schuhe herumliegen, statt im Schrank zu stehen, der Müll nicht weggebracht ist... Wenn ich Stau stehe, habe ich auch schnell die Schnauze voll (das ist die Steigerungsform, für alle, die Grammatik interessiert). Wenn etwas nicht so geht, wie ich es mir vorstelle, nach einem langen Arbeitstag, in der Schlange vor der Kasse, bei einem missratenen Kuchen..., wie schnell habe ich die Nase voll. Zurecht, oder was meint ihr.

Was wäre, wenn Gott die Schnauze voll hätte, von der Welt, von den Menschen, von mir. Wenn es so wäre könnte ich ihm das nicht mal übelnehmen, abgesehen davon, das er mich nicht nach meiner Meinung fragen müsste oder würde. Ich bin ja nur eine von vielen, aber was ich so Tag für Tag im Hinblick auf Gott abliefere.... Und es gibt 8 Milliarden Menschen wie mich!!!
Dennoch, wir sind Gott nicht Zuviel. Im Gegenteil, als er feststellte (eigentlich wußte er es von Anfang an), das wir Menschen es einfach nicht hinbekommen, so zu leben, wie es ihm gefällt, da sorgte er selbst dafür, dass wir diese Möglichkeit bekommen. Er schickte Jesus. Und auch der hatte zu seinen Lebzeiten auf der Erde nicht die Nase voll. Er drehte nicht kurz vor dem Kreuz um und überließ uns unserem Schicksal. Wenn das nicht ein Grund ist, dankbar zu sein und vielleicht ein bisschen gelassener zu werden.

Claudia

Sonntag, 22. Januar 2017

Licht

Eigentlich hätte der Sturm sie nicht überraschen sollen, es ist die Jahreszeit für Stürme und Dunkelheit. Das wussten sie schon als sie den Hafen verließen. Doch sie hatten es eilig, sie wollten nicht auf Kreta überwintern und so haben sie sich trotz Warnungen aufgemacht. Anfangs ist es ja auch noch gut gegangen, der leichte Südwind bestätigt die Besatzung des Schiffes in ihrem Vorhaben, doch dann kommt der Nordsturm und das Schiff treibt aufs offene Meer hinaus. Verzweifelt versucht die Mannschaft, das Schiff zu sichern, wieder auf Kurs zu bringen, aber vergeblich. Längst ist es Spielball der Naturgewalten geworden und nun geht es um Schadensbegrenzung, was die Schiffsleute fieberhaft versuchen.

Mitten in dieser Hektik, in Furcht und Grauen, gibt es einen, der ist ruhig. Er hilft wo er kann, doch er strahlt eine eigenartige fast übermenschliche Ruhe aus. Als die Menschen auf dem Schiff die Hoffnung aufgeben wollen, ergreift er das Wort.

Schon in Kreta hatte Paulus die Mannschaft vor der Weiterreise gewarnt, sie hörten nicht auf ihn. Nun steckten sie hier in der Sch… Nur kurz geht Paulus darauf ein, um seinen Worten, die jetzt folgen, mehr Glaubwürdigkeit und Kraft zu verleihen. Niemand wird zu Schaden kommen, alle werden gerettet werden, denn Gott hat es Paulus zugesagt. Um Paulus Willen wird er die gesamte Schiffsbesatzung retten. Nur das Schiff, das ist verloren. Dann fordert er die Menschen auf zu essen und tut es selbst, indem er Gott für das Essen dankt und dann isst.

Keine Predigt, kein Aufruf zur Umkehr, kein Wort vom kommenden Gericht (das hätte hier wahrlich gut gepasst!). Nein, das ist wohl nicht die Zeit dafür. Doch die Ruhe, die Zuversicht und auch Paulus Glaube ermutigen und beruhigen die Menschen an Bord.

Manchmal geht es darum, nicht um viele Worte, sondern darum, Licht zu sein in der Dunkelheit, Wegweiser, Mutmacher. Denn wir sind auf der Seite des Siegers, wir brauchen keine Angst zu haben vor dem was kommt. Und als Licht können wir dann auch Zeugnis geben für unsere Hoffnung und für unsere Zuversicht.

Lasst uns leuchten, denn wir sind auf der Seite Jesu, und die Welt braucht Menschen mit Hoffnung und Zuversicht. Wenn wir das nicht sind, wer denn dann?

Claudia

Sonntag, 8. Januar 2017

Ermutigung

„Und noch acht, noch sieben, noch sechs…“ so schreit es die Aquatrainerin durch das Schwimmbad, während im Hintergrund Musik läuft. Brav hüpfen und joggen wir Teilnehmerinnen zu ihren immer neuen Anweisungen. Es ist anstrengend, aber das soll es ja auch sein. Einige stöhnen, andere machen Pause, mir macht es einfach nur Spaß. Wie ein Gummiball hüpft die drahtige, sportliche Frau am Beckenrand umher, motiviert uns, nicht nur weiterzumachen, sondern dabei auch noch zu lächeln. Sie strotzt nur so vor Energie, unermüdlich…

Am Ende der halben Stunde gibt es Applaus und alle trollen sich in Richtung Kabine. Auch ich bin schon auf dem Weg dorthin, da kommt mir der Gedanke: „Solle ich ihr sagen, dass es mir Spaß gemacht hat und dass sie es gut gemacht hat?“ Aber warum sollte ich das tun? Das braucht diese selbstbewusste Frau doch bestimmt nicht und außerdem weiß sie doch längst, dass sie das gut kann…

Ich drehe trotzdem um und sage es ihr. Ihre Reaktion verblüfft mich: „Danke das ist schön, dass das mal jemand sagt, eine Ermutigung kann ich auch mal gebrauchen…“

Es war nicht viel was ich tat (gut ich bin noch mal den langen Weg aus der Kabine ins Schwimmbad gelaufen…), doch es hat etwas bewirkt.

In Apostelgeschichte 28 Vers 15 steht: „Als Paulus sie sah, dankte er Gott und blickte mit neuem Mut in die Zukunft.“ Gemeint sind die Christen aus Rom, die Paulus und seinen Begleitern entgegenkamen, als diese nach monatelanger Irrfahrt endlich vor Rom waren. Auch ein Paulus ist mal entmutigt und braucht die Unterstützung anderer. Manche Leute wirken auf uns so stark und selbstbewusst, dass wir meinen, sie können auf unsere Unterstützung und Ermutigung leicht verzichten. Doch dem ist nicht so. Jeder braucht sie, egal ob Christ oder nicht und es ist nicht schwer, jemandem ein paar Worte der Anerkennung und Ermutigung zuzusprechen, oder? Wo könnte das heute für dich dran sein?

Claudia

Freitag, 9. Dezember 2016

"In der Ruhe liegt die Kraft"

Haben Sie diesen Satz auch schon oft gehört, sogar selbst gesagt?

Doch erst jetzt, nachdem ich das Buch des schwedischen Schriftstellers Tomas Sjödin „Warum Ruhe unsere Rettung ist“ gelesen habe, beginne ich zu begreifen, welch‘ großer Segen auf dem Ruhen liegt.

Gott selbst hat mit dem 7. Tag, dem Sabbat, den Ruhetag erschaffen. Also scheint der Ruhetag wichtig zu sein. Nicht, weil Gott vom vielen Bäume, Blumen, Dinosaurier und Menschen schaffen so ausgelaugt war, sondern weil er wollte, dass wir am 7. Tag diese überhaupt wahrnehmen. Er schuf die Menschen am 6. Tag. Am Tag darauf sollten diese, bevor es richtig losging, erst einmal ausruhen, Kraft tanken, sich das geschaffene Paradies anschauen, genießen, sich freuen mit und über ihren Schöpfer.

Adam und Eva sollten nicht erst die Woche arbeiten und dann erschöpft in die Wiese plumpsen (beim modernen Menschen auf das überdimensionierte Sofa mit Blick in den überdimensionierten Fernseher), sondern erst ausruhen, dann loslegen.
Ich gehöre zu den Menschen, die viel zu tun haben und denen das eigentlich gefällt. Zugleich spüre ich tief in mir auch die Sehnsucht danach, „unproduktiv“ zu sein, weil ich erfahren habe, dass in der Ruhe Gedanken und Pläne entstehen, die meinem Leben und Glauben Tiefgang geben.
„In der Ruhe wachsen der Seele Wurzeln“ – der Satz aus dem Buch gefällt mir und ich habe erfahren, dass es tatsächlich so ist. Aber viel zu selten folge ich dieser inneren Sehnsucht, nichts zu tun, die Seele baumeln zu lassen.

Warum steht auf meinen To-do-Listen immer bügeln, Bad putzen, Überweisungen zur Bank bringen und nie ausruhen, nachdenken, Tee trinken? Wenn ich erst ruhen kann, wenn meine To-do-Listen abgehakt sind, alles fertig ist, werde ich nie ruhen. Weil sich ans Ende einer Sache klammheimlich etwas Neues schiebt. Ist die Wäsche abgehängt, fallen mir die dreckigen Fliesen im Bad auf, sind diese abgewischt, falle ich über den Korb mit Altglas…

Ich lerne allmählich, darüber zu steigen und dabei ein gutes Gefühl und kein schlechtes Gewissen zu haben. Ich lerne, Gottes Gebot zu folgen „Du sollst den Feiertag heiligen“.

Und ich beginne zu verstehen, dass Gott uns, in der Bibel steht, die wir „irdische Gefäße“ sind, nur füllen kann, wenn wir ruhend darauf warten, gefüllt zu werden.
Kein Gastgeber schenkt einem Gast teuren Wein ein, wenn dieser mit seinem Glas wild herum zappelt. Das Glas wird auch nicht gefüllt, wenn der Gastgeber an einem Ende, der Gast am anderen Ende des Tisches sitzt. Möchte ich Wein, muss ich mich zum Gastgeber begeben und ihm dies sagen und dann mit ruhiger Hand warten, bis er mir den Wein eingießt.
So ist es auch mit uns. Wollen wir von Gott gefüllt werden, müssen wir uns in die Ruhe begeben, um empfangen zu können.

„In der Ruhe liegt die Kraft“

Das ist kein Satz, den ich morgen 1:1 umsetzen kann. Kein Schalter von On auf Off, den ich leicht finde. In der Vergangenheit musste Gott mich oft durch Krankheiten zu diesem Geschenk hintragen. Es ist ein Weg auf den ich mich begeben möchte, weil ich überzeugt bin, dass in der Ruhe ein großer Segen für unser Leben liegt.

Heidi

Montag, 5. Dezember 2016

Endspurt für die letzten Arbeiten wie z.B. Fliesenlegen oder Akustikmaßnahmen und viele andere kleinere "Baustellen".










 

Sonntag, 20. November 2016

JEDEN TAG

Ich führe so eine Art „stille Zeit Tagebuch“. Wenn ich also in der Bibel lese, dann notiere ich darin meine Gebetsanliegen und meine Gedanken, mit Bibeltext und Datum. Das ist eine tolle Sache, die ich sehr mag, und es ist selten weniger als eine Seite, die ich aufschreibe. Das ist sicher nicht mein Verdienst. Gott hält so vieles in seinem Wort bereit, es muss nur entdeckt werden.

Als ich letztens dieses Tagebuch wieder in die Hand nahm, da fallen mir gleich die beiden letzten Wörter des vorherigen Eintrages ins Auge, in großen Lettern schrieb ich „JEDEN TAG“. Der ganze Satz lautet: „Darum ist es wichtig die Bibel zu lesen – JEDEN TAG“.

Der Haken an der Sache ist: das habe ich vor sechs Tagen geschrieben. Das heißt auch, vor sechs Tagen habe ich zum letzten Mal gelesen. Ich könnte jetzt viele Gründe dafür nennen, warum ich das Bibellesen ausfallen ließ, gute Gründe, verständliche Gründe, doch ich tu es nicht. Was mich vielmehr beschäftigt ist die Kurzlebigkeit dessen, was ich lese und entdecke. Geht es Dir genauso? Ich lese und in dem Moment in dem ich aufstehe ist auch schon wieder alles vergessen. Wie kann das sein? Dann brauch ich doch überhaupt nicht lesen, was soll das denn bringen? Dann kann ich die Zeit doch morgens (bei mir ist es morgens) besser nutzen, zum Putzen oder Joggen…

Nein, das darf auf keinen Fall der Umkehrschluss sein. Denn so oft ich auch manches vergesse, es prägt mich und je öfter ich etwas lese, desto besser wird es sich einprägen. Und letztendlich kann ich am Ende jedes Bibellesens ein Gebet mit der Bitte stellen: Herr lass mich das, was ich erkannt habe nicht vergessen.

Zum Glück gibt es auch Post-its, denn darauf kann ich das, was wichtig ist, notieren und mir vor Augen kleben!

Claudia

Dienstag, 8. November 2016

Die Sache mit den Schuhen...

Mühsam hat sie sich von der Liege des 4-Sterne Hotels auf die nächstgelegene Bank geschleppt, in der linken Hand den Schuh. Ihr rechter Fuß gehorcht ihr nicht, genauso wenig wie die rechte Hand, die ihr schlaff und seltsam verdreht an der Seite herabhängt. Ihr Gesicht ist ebenfalls entstellt, die gesamte rechte Seite hängt unnatürlich nach unten und das zugehörige Auge starrt blicklos in die Leere. Sie hat es geschafft, die Bank ist erreicht mit einer seltsam drehenden Bewegung lässt sie sich darauf plumpsen und sieht unstet, suchend, hilflos in die Runde der reichen und Schönen die dort in den Liegen oder an den Tischen sitzen.

Apoplex, Schlaganfall ist meine erste Diagnose. Die Symptome sprechen eine eindeutige Sprache, halbseitige Lähmung, schlurfender Gang. Endlich kommt die Bedienung vorbei, Martina*. Mit großer Mühe formt die Dame einige Worte auf Französisch. Wenn Martina auch diese Sprache nicht versteht, es ist klar, um was die Dame bittet. Sie braucht Hilfe beim Schuh anziehen. Der Blick, den ihr die Angestellte zuwirft, treibt mir Tränen in die Augen. Nein, sie bringt gerne Wasser und Kuchen und unterhält sich auch nett mit den Gästen, aber an den Füßen einer so unansehnlichen Figur möchte sie sich nicht die Finger schmutzig machen! Sie vertröstet die Dame und bedient erst andere Gäste in einem anderen Teil des großen Hotelgartens.

Jesus lässt sich herab und wäscht seinen Jüngern die staubigen, dreckigen Füße. Er war der Sohn Gottes. Der Sohn dessen, der Himmel und Erde geschaffen hat. Er selbst war dabei, als Gott die Welt machte. Sie nannten ihn Rabbi und Lehrer, mehr noch. Dennoch macht Jesus sich die Finger schmutzig, dennoch ist er sich nicht zu schade. Und, woran möchte ich mir die Finger nicht schmutzig machen?

Die Bedienung ging zehn Minuten später ins Hotel zurück, sie hatte noch mit Gästen gescherzt. Die Frau saß inzwischen nicht mehr da, jemand anderes hatte ihr den Schuh angezogen.

Claudia


*Name von der Schreiberin geändert


Samstag, 29. Oktober 2016

Am 29.10. gab es wieder ein Maler-Samstag. Stüch für Stück geht es vorwärts. Dabei wurden auch von fleißigen Helfern die Randsteine im Eingangsbereich gesetzt.









Sonntag, 16. Oktober 2016

Jesus und mein Hund - Teil 1

Ich habe eine ganz liebe Entlebucher Sennenhündin. Ihr Name ist Billy. Das kommt von der berühmten Jazzsängerin Billy Holiday, weil ich finde, dass mein Hund sehr musikalisch ist.

Vor acht Jahren durfte ich erleben, dass Jesus Christus wirklich lebt. Für mich ist diese Zeit der Bekehrung heute noch eine Zeit voller Wunder. Von der Bibel habe ich damals kaum etwas gewusst, geschweige denn verstanden. Es war für mich ein Buch mit 10000000 Geschichten, nie zu kapieren. Zu dieser Zeit hatte ich meine Hündin schon sechs Jahre.

Gleich zu Beginn meines neuen Lebens mit Jesus habe ich einen Vers aus dem Jakobusbrief gelernt. Dort sagt uns Gott im ersten Kapitel, Vers 5: „Wenn es aber jemanden unter euch an Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der jedermann gern gibt und niemanden schilt; so wird sie ihm gegeben werden.“
Und das kann ich bezeugen. Ich hatte und habe oft sehr gute Lehrer und erfahrene Geschwister um mich. Und ich bin überzeugt, Gott hat sie mir auf die Seite gestellt. Aber ich bin ein Mensch mit unglaublichen vielen Fragen. Und da haben meine Geschwister auch nicht immer Zeit. Oder sie sind nicht da. Aber ich weiß durch diesen Vers aus Jakobus: Ich kann Gott selbst fragen. Er wird mir die Antwort geben. Durch Situationen, gute Gedanken, andere Menschen. Gott hat da keine Grenzen. Ich weiß: Frage ich Gott, wird er mir antworten.

Und Gott hat viele Situationen mit meiner Hündin benutzt, um mir Dinge zu erklären. Angefangen hat das mit einer Predigt von einem Pastor, der wie ich ein großer Hundeliebhaber war. In seiner Predigt damals ging es um den Begriff: AUSHARREN. Ja, die Bibel sagt oft, wir sollen ausharren. Und dieser Pastor erklärte es sinngemäß so:
„Wenn ihr ein bisschen lernen wollt, was es heißt auszuharren, dann schaut euch die Hunde an. Wenn Herrchen oder Frauchen das Haus verlassen, dann sitzen sie fast regungslos über Stunden vor der Tür, starren dorthin, wo die geliebte Person verschwunden ist und warten, bis sie wiederkommt. Und wenn sie dann endlich wieder da ist, was ist das für eine überschwängliche Freude.“

Ja. Das stimmt. Genauso verhält sich meine Hündin. Und ich soll so nach Gott Ausschau halten – sagt die Bibel. Habe ich das schonmal gemacht? Harre ich aus? Und wenn ich merke, wie ER wirkt und dass ER lebt: Fange ich an zu rennen, ihm entgegen, vor Freude schreiend und rufend, dass mich keiner so schnell beruhigen kann? Ehrliche Antwort?

Seit dieser Predigt sehe ich meinen Hund mit anderen Augen. Ich habe mich seitdem oft gefragt: Was will mir Gott aus Situationen mit meiner Billy erklären. Ein paar kleine Dinge will ich in den folgenden Blogs schreiben, um dich zu ermutigen, falls du das nicht sowieso schon tust, dich direkt an Gott zu wenden und ihm alle wilden Fragen zu stellen, die du auf dem Herzen hast. Denn Jesus Christus ist der beste Lehrer und Rabbuni, den es überhaupt gibt. Auch für uns und heute.

Heide

Montag, 3. Oktober 2016

Derzeit finden die Malerarbeiten statt. Das anbringen der Rigipsplatten übernimmt eine Firma. Das Streichen ist dann Eigenleistung.